…und jetzt noch die Erde retten

Die BUNDjugend setzt sich erfolgreich und öffentlichkeitswirksam in Kampagnen, Protestaktionen und Projekten für die Umwelt ein. Wir kämpfen für Klimaschutz, für Artenvielfalt, machen uns stark für eine gerechte Globalisierung, eine giftfreie Umwelt und für 100 Prozent erneuerbare Energien.

Wir glauben an eine positive Zukunft, die wir durch unseren Einsatz und unser Engagement mitgestalten und bestimmen können. Die Welt verändert sich, aber die Richtung können wir bestimmen. Die BUNDjugend bietet Raum für Meinungen und kreative Ideen. Bei uns übernehmen junge Menschen Verantwortung und bestimmen unsere Inhalte mit.

Du kannst etwas bewegen und die BUNDjugend bietet dir die ideale Umgebung, egal ob du mit deinem Engagement erst anfängst oder schon erfahren bist: Bei uns kannst du aktiv werden. In vielen lokalen und bundesweiten Projekten zu den Themen Globalisierung, Konsum, Klimawandel und Umweltbildung kannst du mitmischen und durch öffentlichkeitswirksame Aktionen unsere Bevölkerung und unsere PolitikerInnen kräftig wachrütteln. Oder du realisierst selbst ein eigenes Projekt. Dazu bieten wir dir inhaltliche und methodische Workshops und Seminare in den vielen Bereichen, wie Projektmanagement, Pressearbeit oder kreative Protestformen an.

 

Sine Schnitzer, Mitglied der BundesJugendLeitung, beantwortet fünf Fragen zum Ökologischen Fußabdruck

Nachdem du selber den Test gemacht hast: Welches Ergebnis hast du beim Rechner erzielt? Hättest du dich selber so eingeschätzt?

Eigentlich lebe ich sehr bewusst ökologisch orientiert. Es gab aber beim Test doch ein paar kleine Überraschungen: Dass im Bereich der Getränke Kaffee so ausschlaggebend ist, fand ich interessant. Zu überlegen, wie viel Zeit ich unter anderem auch durch Fahrten zu Treffen und Veranstaltungen der BUNDjugend in öffentlichen Verkehrsmitteln zubringe, erschreckend.

Insgesamt bin ich aber mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Ich denke es zeigt, dass es durch bewusste persönliche Entscheidungen möglich ist, effektiv etwas zu tun. Meine persönliche Bilanz liegt deutlich unter dem Durchschnitt in Deutschland. 

Die BUNDjugend hat schon vor Jahren einen Rechner zum ökologischen Fußabdruck erstellt und diesen nun neu aufgelegt. Wieso ist der ökologische Fußabdruck so interessant für die BUNDjugend?

Mit dem Rechner kann sich jeder ganz schnell ein Bild davon machen, wie sehr der eigene Lebensstil zukunftsfähig ist – und zwar umfassend. Da geht es erst einmal nicht um Detailfragen, sondern um einen Gesamtblick. Dafür gibt es so erst einmal keine andere mir bekannte Methode. Genau deshalb hat sich der Rechner eben auch bewährt, um zum Nachdenken anzuregen. Das gelingt deshalb, weil der ökologische Fußabdruck ganz nah an der Lebenswirklichkeit dran ist. Ich muss nicht etwa recht abstrakt CO2 reduzieren oder so, sondern kann mir die Auswirkungen meines Lebensstils in jedem einzelnen Bereich direkt vergleichen. Es wird dabei auch nicht vorgeschrieben, wie genau Veränderungen aussehen müssen – die Ergebnisse des ökologischen Fußabdrucks lassen die Freiheit für individuelle Antworten.

Und nicht zu vergessen: Ich bekomme hier auch gezeigt, wo ich schon gut bin, ich bekomme sozusagen Lob und Bestätigung vom Rechner. Damit ist der ökologische Fußabdruck ein wichtiges Instrument in der Bildungsarbeit der BUNDjugend.

Können einzelne Personen durch Änderung in ihrem Lebensstil etwas sinnvoll bewegen?

Neben der Politik und der Wirtschaft trägt auch jeder einzelne von uns Verantwortung. Wenn viele Verbraucher ökologische/nachhaltige Produkte kaufen, kann dieses einen ganzen Markt in Bewegung bringen, etwa geschehen bei Biolebensmitteln oder Ökostrom. Veränderungen passieren nie abstrakt, sondern immer nur, wenn sich Leute engagieren. Insofern kommt es immer auf jeden einzelnen an.  

 Wie hast du angefangen, dein Leben ökologischer/ nachhaltiger auszurichten?

Am wenigsten kann ich noch an meiner Wohnsituation verändern. Hier bestimmt eher die Studentenkasse die wohnlichen Möglichkeiten. Allerdings streite ich mich seit Jahren mit meinem Vermieter über unsere Heizungsanlage. Ökostrom beziehe ich inzwischen auch.

Hauptsächlich habe ich mich aber in den Bereichen Ernährung und Mobilität verändert. Ich achte beim Einkauf auf die Herkunft der Lebensmittel und auf das Bio-Siegel. Und obwohl ich gern Auto fahre, habe ich kein eigenes, nutze stattdessen aus Überzeugung öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Das beispielsweise bringt immer wieder einiges an Abenteuer in mein Leben.

Ist das das einzige Projekt bei der BUNDjugend, das sich mit dem Thema auseinandersetzt?

Wir beschäftigen uns momentan noch in zwei weiteren Projekten mit dem Thema von zukunftsfähigen Lebensstilen. Das eine ist das Projekt „weltbewusst“ in Kooperation mit dem Weltladendachverband. Hier organisieren wir in über 30 Orten konsumkritische Stadtführungen vor allem für Schulklassen. Unser Projekt „morgen lande“ zeigt auf, wie nachhaltiges Wirtschaften und kreatives Jugendengagement zusammen passen können. Und darüber hinaus bieten fast alle Landesverbände der BUNDjugend regelmäßig Seminare zu dem Themenkomplex an – es ist also vor allem für alle zwischen 12 und 27 sinnvoll, sich die Angebote ihres jeweiligen Landesverbandes genauer anzuschauen.